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Googles Gedankenkontrolle: Ingress

Und plötzlich wird die Stadt zum Schlachtfeld

 

Ab jetzt verschmelzen virtuelle und reale Welten. Spieler stehen vor einem Denkmal in der Innenstadt, schauen auf ihr Smartphone und sehen darauf ein feindliches Portal.

Bei "Ingress" ringen zwei Streitmächte um die Vorherrschaft: die "Erleuchteten" und der "Widerstand". Die Kämpfer müssen Portale erobern, die überall in der realen Welt verstreut sind, zum Beispiel auf der Zugspitze oder am Schönen Brunnen in Nürnberg. Dafür müssen die Spieler in der Nähe der Portale sein. Den Krieg im Wohnzimmersessel ausfechten funktioniert bei "Ingress" nicht.

 

Ingress ist eine Mischung aus Geocaching und dem Brettspiel Risiko. Im Kern geht es darum, dass zwei Gruppen um die Macht auf der Erde kämpfen. Im Mittelpunkt steht eine geheimnisvolle Energie, von der niemand weiß, ob sie gut oder schlecht für die Menschheit ist. Die Erleuchteten (The Enlightened, wie sie sich im amerikanischen Original nennen) kämpfen gegen den Widerstand (The Resistance). Wobei Letztere der Überzeugung sind, dass die ominöse Energie eine Gefahr für die Menschheit darstellt, während die Erleuchteten glauben, dass sie der Erde Gutes bringt.

 

Um Ingress spielen zu können, muss man ein Android-Handy besitzen und sich aus dem Google-Play-Store die dazugehörige App runterladen. Und vor allem braucht man einen Zugangscode. Den kriegt man entweder über einen Bekannten, der das Spiel bereits seit Längerem spielt, oder über Google – allerdings erst nach einer gewissen Wartezeit. „Die exklusive Teilnahme verleiht dem Ganzen den Glamour eines exklusiven Clubs“ Das Spiel basiert auf Google-Maps, nur dass der Bildschirm aussieht wie ein Navigationsgerät im Nachtmodus. Blaue und grüne Wolken geben das Mächteverhältnis zwischen den Erleuchteten (grün) und dem Widerstand (blau) wieder. Gekämpft wird um sogenannte Portale, in der Wirklichkeit zumeist Sehenswürdigkeiten der jeweiligen Stadt. Die Kämpfer können die Portale bei Google vorschlagen, indem sie mit dem Handy ein Foto machen und hochladen. „Die Portale werden geprüft und nach einiger Zeit freigeschaltet“, berichtet Karl. Portale der eigenen Fraktion können verbunden werden, so entstehen Felder. „Je nach der realen Bevölkerungsdichte des Gebietes und der Fläche gewinnt man eine bestimmte Anzahl an Punkten“. Gegnerische Portale können übernommen oder neutralisiert werden.

 

 

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